20.08.05 Rhpf CDU Vorstand für Tobias Meyervon Gerd-Uwe Haas

Der Vorstand der Haßlocher CDU hat einstimmig beschlossen, der Mitgliederversammlung am 13. August den Ersten Beigeordneten Tobias Meyer als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl vorzuschlagen, die voraussichtlich am 8. November stattfindet.

 

Tobias Meyer (40) ist seit 1. Februar 2015 Erster Beigeordneter der Gemeinde. Seit Lothar Lorch im Dezember 2019 einen Herzinfarkt erlitten hatte, ist er auch Vertreter des Bürgermeisters. Die Neuwahl des Ortschefs ist notwendig geworden, weil Lorch aus gesundheitlichen Gründen zum 15. August vorzeitig aus dem Amt scheidet. Der Wahltermin, der mit der Wahl des Landrats zusammenfallen würde, muss in der nächsten Sitzung am 19. August noch vom Gemeinderat beschlossen werden.

Am Dienstag erklärte der CDU-Ortsvorsitzende Jürgen Vogt auf Anfrage der RHEINPFALZ, dass Tobias Meyer der Mitgliederversammlung, die am Donnerstag, 13. August, 19 Uhr, auf der Pferderennbahn stattfindet, als Bürgermeister-Kandidat vorgeschlagen wird. Die Haßlocher CDU sei überzeugt davon, dass Meyer gerade in den vergangenen neun Monaten als Vertreter von Bürgermeister Lorch eine sehr gute Arbeit geleistet und damit bewiesen habe, dass er der richtige Mann für diesen Posten sei. Meyer sei akzeptiert in der Bevölkerung. Die CDU rechne sich mit diesem Kandidaten gute Chancen aus, auch den nächsten Bürgermeister zu stellen.

„Ich habe mich über die Nominierung sehr gefreut“, sagte Meyer im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Das einstimmige Votum des CDU-Vorstands wertete er als „Vertrauensbeweis“. Es zeige auch, dass er in den vergangenen Jahren und insbesondere in den letzten Monaten als Vertreter des Bürgermeisters eine „wohl ganz gute Arbeit geleistet“ habe. „Ich hoffe, ich konnte zeigen, dass ich diese Aufgabe bewältigen und etwas bewegen kann“, sagte Meyer. Aus der Bevölkerung habe er positive Rückmeldungen zu seiner Arbeit bekommen. „Die CDU ist zwar meine politische Heimat, aber ich hoffe, dass ich auch darüber hinaus Unterstützung bekomme.“ Auf die Frage, ob es zur Kandidatur innerhalb des Dreierbündnisses aus CDU, Grünen und FWG Absprachen gebe, wollte er sich nicht äußern.

Den endgültigen Entschluss, sich als Kandidat für das Bürgermeisteramt aufstellen zu lassen, hat Meyer nach eigenen Worten erst im vergangenen Dreivierteljahr gefasst. Neben dem eigenen Dezernat auch das des Bürgermeisters zu führen, habe ihm viele Einblicke und die Gelegenheit geboten, sich zu überlegen, ob er sich dieser Aufgabe stellen könne: „In dieser Zeit habe ich gesehen, dass ich mir dieses Amt gut vorstellen kann.“

Die Rheinpfalz Mittelhaardter Rundschau - Nr. 180, Mittwoch, den 5. August 2020 Seite 17